'Step-in' in Lehovo
-seminar Zum EuropÄischen Freiwilligendienst (EVS)

Für multiplikatoren aus märtyrergemeinden in griechenland e

TEIL ii: Step-in in Lehovo -der schritt zum europäischen Freiwilligendienst

 Erste Gruppendiskussion

Erste Gruppendiskussion

Teil II des Seminars fand in Lechovo Florinas Nordgriechenland (17-20 Dezember 2015) mit der Unterstützung des Deutsch-Griechischen Zukunftsfonds statt. Der Europäischen Freiwilligendienst (EVS) und der deutsche Freiwilligendienst (FSJ/FÖJ) waren die Hauptthemen dieses Seminars.

Die Einleitung konzentrierte sich auf Team-building Spiele, um das Eis zu brechen und ging in eine Gruppendiskussion über, um Ängste und Erwartungen der Teilnehmer_innen zu besprechen. Nach der Diskussion gab es eine Einführung zum EVS. Unterschiedliche Fragen befeuerten die Debatte. „Wie können geschlossene Gemeinden mit Fremden umgehen? Wie überwindet man die Sprachbarrieren? Was passier wenn ein Freiwilliger Schwierigkeiten in der Gemeinde hat? Die Themen waren vielfältig und mussten bis ins Detail analysiert werden.

Das Seminar fokussierte auf die Aufarbeitung und Planung eines gesamten Freiwilligenprogramms. Von praktischen Fragen wie, wie kann man seine Institution in die EVS-Datenbank registrieren und wie bekommt man eine PIC-Nummer, über Problematiken der Finanzierungs, das Aufnehmen und Unterbringen von Freiwilligen, über die Planung der Aktivitäten der Freiwilligen, bis zur Konzeption eines selbstgemachten Freiwilligenprogramms für die eigene Gemeinde. Das Spektrum war sehr breit und das Ziel des Seminars bestand darin, die Teilnehmer_innen eigene Programme zu planen, zu befähigen.

 Teambuilding Spiele

Teambuilding Spiele

Die angewendeten Methoden variierten. Erfahrungsspiele und Gruppenaktivitäten wurden mit Fallbeispielen kombiniert. Frontale Vorträge wurden mit Gruppendiskussionen und Gruppenarbeiten ergänzt. Die Nutzung von Medien, wie Film, Video und Internet hat das Programm bereichert. Außerdem hat die Seminargruppe das örtliche Museum, die Kirche und zwei weitere Märtyrerdörfer der Region besucht. Diese Besuche haben den Teilnehmer_innen einen besseren Überblick über die Geschichte der Region Westmakedoniens ermöglicht.

 Besuch des Mesovouno Monuments

Besuch des Mesovouno Monuments

Der zweite Teil des Seminars ist erfolgreich abgeschlossen worden und beinhaltete: praxisnahes Lernen duch Gruppenaktivitäten, Einführung und Vertiefung zum EVS, sowie Fallbeispiele. Die Teilnehmer_innen hatten die Zeit eigene EVS-Pläne zu schmieden, die danach in der Gruppe erörtert wurden.

 Besuch des Kleissoura Monuments

Besuch des Kleissoura Monuments

Die Erfahrung in Lechovo hatte einen besonderen Stellenwert, weil das Seminar in einem Ort des Grauens stattgefunden hat. Hinzu kommt der Besuch zwei weiterer Märtyrerdörfer, das Dorf Mesovouno und das dorf Kleisoura. Alle drei Orte haben unter der Gräultaten der Nazis im Zweiten Weltkrieg stark gelitten. Diese Erfahrung war und ist von höchster Bedeutung, da die Teilnehmer_innen aus solchen Gemeinden kommen und eine starke Verbundenheiten zu den Menschen der anderen traumatisierten Gemeinden fühlen.


EVALUATION UND konstruktive kritik

Wie im Teil I in Kryoneri präsentiert, sind die Seminarleiter auf der Kritik des ersten Seminarteils eingegangen, um den zweiten Teil an die Teilnehmer_innen anzupassen. Die wesentlichen Kritikpunkte werden hier aufgeführt:

  • Das Seminar hat eine tiefe Einsicht ins EVS-Programm geboten
  • Mehr Zeit zur Diskussion eigener Pläne ist nötig
  • Es war wichtig andere Märtyrergemeinden zu besuchen und mehr über diese zu lernen
  • Mehr Gemeinden sollten mitmachen
  • Das Programm ermöglichte das Netzwerken mit Menschen anderer Märtyrerdörfer
  • Unterstützung zur Durchführung eigener EVS-Projekte ist nötig

Die Kritik von Teil II ist noch positiver als die von Teil I. Das lag einerseits daran, dass die Seminarleitung besser auf die Bedürfnisse der Teilnehmer_innen eingehen konnte, nachdem die konstruktiven Ideen des Seminars von Kryoneri aufgearbeitet wurden. Andererseits haben sich die Teilnehmer_innen schon gekannt und haben zügiger tiefgreifende Gespräche führen können. Neue Ideen für zukünftige Projekte im Bereich Jugend und Freiwilligendienst für Märtyrergemeinden sind entstanden. Zum Schluss haben sich alle Teilnehmer_innen für die Entstehung eines Onlineauftrittes entschieden, damit sich alle Märtyrerorte online präsentieren können, um die Vernetzung zwischen den Zivilgesellschaften der Märtyrergemeinden und weiteren Interessenten zu befördern, um ihre unterschiedlichen Anliegen öffentlich präsentieren zu können.


Filoxenias Team

Filoxenia hat folgendes Team zur Seminarleitung zusammengeführt:

Hana Sebestova
Panos Poulos

Hana Sebestova, ΜΑ Arts teacher / Youth Worker /  Council of Europe's Human Rights Educator (Κryoneri Korinthias) ist momentan in Korinth ansässig und hat Kunstwissenschaft und Musik in der Slowakei und der Tschechischen Republik studiert. Hana hat in mehreren europäischen Ländern gelebt und unterschiedliche internationale Jugendaustauschprojekte in den letzten Jahren begleitet.

Panos Poulos, Dipl.-Pol., Youth Advisor, Project's coordinator (Κryoneri Korinthias) lebt in Kryoneri Korinthiens und hat nach seinem Politiwissenschaftsstudium in Berlin zurück zu seiner Heimat gefunden. Panos machte seine ersten Berufserfahrungen mit Jugendaustausch in Deutschland, kehrte 1995 nach Griechenland zurück und gehört zu den Gründern des Vereines Filoxenia. Seine Person zählt über 20 Jahre an Jugendarbeit und Jugendaustauscherfahrung.

Charalampos - Babis – Karpouchtsis MA.-Pol. (www.polisis.eu), Political Consultant (Berlin) ist Politikwissenschaftler mit Sitz in Berlin, Deutschland. Ursprünglich aus Thessaloniki, Babis hat bisher in Griechenland, Deutschland und im Vereinigten Königreich Erfahrung gesammelt und arbeitet seit drei Jahren als Seminarleiter und Politikberater mit den Schwerpunkten deutschgriechische Beziehungen und europäische Politik.